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Dreamix - Xbox als Linux-basierter Digitalvideorekorder

Privates Projekt will Xbox zur echten Unterhaltungs-Zentrale machen

Seit Oktober gibt es eine Linux-Distribution für Microsofts Xbox, immer mehr private Projekte widmen sich nun den Fähigkeiten der PC-basierten Spielekonsole, um selber Spiele zu programmieren oder sie für andere Zwecke zu nutzen. Ein Anfang 2003 ins Leben gerufenes Projekt ist Dreamix; hiermit soll eine mit Linux bespielte Xbox zur ultimativen Wohnzimmer-Unterhaltungs-Zentrale inkl. Digitalvideorekorder-, Audio-/Videoplayer- und Bildbetrachtungs-Funktionen mutieren.

Laut der Projekt-Homepage auf der privaten Xbox-Entwickler-Website www.xboxdeveloper.net handelt es sich bei Dreamix um ein rein Open-Source-basiertes Projekt, das auf dem Debian-Xbox-Linux-Kernel des ambitionierten Xbox-Linux-Projektes aufbaut. Dreamix soll sich laut dem Projektleiter, der sich "Zpimpa" nennt und in den USA beheimatet ist, noch im Alpha-Stadium befinden. Bis zur Beta-Phase sollen Videorekorder-Funktionen inkl. zeitgesteuerter Aufnahme und Time-Shifting, auf MPlayer basierende Video- und Audiowiedergabe-Funktionen für alle populären Dateiformate sowie ein Bildbetrachter inkl. Slideshow und Foto-Album integriert sein. Die Steuerung bzw. Konfiguration des installierten Dreamix erfolgt entweder per Xbox-Controller oder per DVD-Fernsteuerung. Die Installation selbst soll auch für Laien einfach sein: Es müsse lediglich das geplante CD-Image auf CD gebrannt ins Xbox-DVD-Laufwerk eingelegt werden. Die Installation soll dann automatisch beginnen, allerdings nur mit vorinstalliertem Modchip.

Mit nur 8 bzw. 10 GByte Plattenplatz bietet die Xbox allerdings nicht gerade viel Speicherplatz etwa für den Videorekorder-Einsatz. Hier werden sich experimentierwillige Xbox-Fans wohl eine größere Festplatte in die Konsole einsetzen müssen oder abwarten, ob auch das automatische Speichern bzw. Auslagern über das Netzwerk möglich ist. Zudem wird man noch abwarten müssen, welche externe USB-Videohardware von Dreamix unterstützt werden wird, ohne externe Video-Eingänge bzw. Tuner ist die Xbox nur zu Videoausgabe fähig. Wer sich selber an der Entwicklung von Dreamix beteiligen will, den bittet Zpimpa um Kontaktaufnahme per IRC (Efnet: Zpimpa / #Dreamix) oder per E-Mail.

Bei der Open-Source-Community Sourceforge.net finden sich bereits mehrere in Entwicklung befindliche Projekte, welche die Xbox zum netzwerkfähigen MPEG1-, Xvid- und DivX-fähigen Videoplayer und/oder zum MP3/OGG-Player machen. Bereits funktionierend und im Source-Code vorliegend sind der Xbox Media Player (XBMP) und dessen nicht ganz so oft aktualisierter Konkurrent Yet Another Multimedia Player (YAMP). Da voll funktionsfähige Open-Source-Compiler für die Xbox jedoch noch nicht in Arbeit sind, finden sich unerlaubterweise mittels Microsofts Xbox-SDK kompilierte, ausführbare XBMP- und YAMP-Versionen derzeit nur über Filesharing-Netze.
 Quelle: Golem.de News 06.01.2003
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